Teil eines Werkes 
4. Band (1858)
Entstehung
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„Das iſt ziemlich wahrſcheinlich,“ erwiderte Mr⸗ Wield.„Mein Stand erfordert mehr Neugierde, mehr Beobachtung, mehr Berechnung, als die meiſten Menſchen denken. Haben Sie je von der Maitreſſe Sir Gilbert Herberts, die vom Herrenhaus vertrieben wurde und im Schnee umkam, reden hören?“

„Ich, ja!“

W

„Aber ihr Kind kam nicht um,“ fuhr Mr. Wield fort,„und iſt es nicht natürlich, daß dieſes Kind die Herberts haßt?.... das iſt nur eine Ver⸗ muthung,“ ſetzte er langſam hinzu.

„Aber ſie iſt ſcharfſinnig,“ entgegnete der Ban⸗ kier,„und verdient nähere Erwägung.“

Sein Gegenredner nickte mit dem Kopf, als wollte er ſagen, er werde ſie nicht aus dem Auge verlieren. Auf ſeinen Rath empfahl Mr. Elton ſeinen Schreibern das größte Stillſchweigen über die ge⸗ machte Entdeckung, und mit ihrem Beiſtand wurde der Bücherſchrank wieder an ſeinen Platz gerückt.

„Es liegt,“ ſagte der Rechtsmann,„in Roderich Haſtings Verfahren eine teufliſche Liſt, welche meine Berechnungen und meine Erfahrung verwirrt. Er hat wohl eine Spur auf der Bahn ſeiner Verbrechen zurückgelaſſen, aber keinen Beweis. Seit Jahren richte ich mein Auge auf ihn und konnte nie Etwas erlangen, als eine Kette von Schlüſſen.“

„Das ſind die beſten Zeugniſſe!“ rief der Policei⸗ Officiant.„Iſt die Kette vollſtändig und mangelt kein Ring darin, ſo habe ich weniger Serupel, einen Mann auf den negativen Beweis zu verurtheilen, daß kein anderer Menſch als er das Verbrechen be⸗ gehen konntel als auf den poſitiven Beweis, daß er

Das Erbe. IV. 4