Teil eines Werkes 
4. Band (1858)
Entstehung
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dem Verkauf ſeines Mobiliars erlöst, wurde mir eingehändigt. Mit dieſem Gelde ging ich nach Lon⸗ don. Wie traurig und verlaſſen fühlte ich mich, als ich in die Nähe des Tempels kam, dem Schau⸗ platz meines ſo kurzen Glücks, wie meines Un⸗ glücks! Man hatte mich nicht getäuſcht: ich war Wittwe!

„Die alte Wäſcherin, welche unſere Haushaltung beſorgte, empfing mich kalt; ſie hielt mich für ſtraf⸗ bar. Sie händigte mir einen Brief ein, welchen Walter ihr einige Tage vor ſeinem Tod übergeben hatte, indem er ſie ſchwören ließ, nie das Siegel zu erbrechen und ihn nur mir auszuliefern. Ich nahm ihn mechaniſch und zog mich auf mein einſames Zimmer zurück.“

„Und Sie haben dieſen Brief?“ fragte Mr. Barnard.

„Er hat mich nie vetlaſſen ſeit dem Augenblick, da ich ihn empfing,“ antwortete die Gouvernante, ein kleines ſeidenes Säckchen, das an einem ſchwar⸗ zen Band um ihren Hals hing, losmachend.„Leſen Sie leſen Sie,“ ſetzte ſie mit ſchrecklicher Be⸗ wegung hinzu,„meine Zunge würde verdorren und mein Herz zerreißen, wenn ich den entſetzlichen In⸗ halt zu wiederholen verſuchte.“

Der Bankier zog den Brief aus dem Säckchen, las ihn ganz leiſe und bot ihn dann ſeiner Tochter. Er lautete wie folgt:

„Ich ſterbe an Gift, aber ich liebe Dich zu ſehr, um zu ſagen, welche Hand mir es gereicht hat. Wenn Du jemals Gewiſſensbiſſe über