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„Es bleibt mir nur wenig zu ſagen übrig,“ er⸗ widerte die Kranke traurig,„und ich muß es ſa— gen. Aber dieſes Wenige iſt ſchrecklich. Geben Sie mir Ihre Hand, Marion, daß ich ſie in der meinigen fühle. Ich weiß, ja, ich weiß, daß Sie mir glauben.“
„Wie ich den Worten eines Engels glauben würde,“ riefen Vater und Tochter.
„Wochen vergingen. Wie? Ich weiß es nicht,“ nahm die Mutter unſeres Helden wieder das Wort, „denn Wahnſinn überrechnet die Zeit ſchlecht. Als ich wieder ſo weit hergeſtellt war, um die Beſuche meines Couſins zu empfangen, benachrichtigte der Treuloſe, immer noch affectirend, an meiner Ehe zu zweifeln, mich vom Tode Walter Herberts und bot mir ſeine Hand. Ich ſtieß ihn verächtlich zurück und forderte meine Freiheit. Er wagte nicht, ſie länger mir zu verweigern, denn mein Aufenthalt zu Holm war bereits bekannt, da die Aerzte, weiche er zu berufen genöthigt war, das Gerücht davon ver⸗ breitet hatten. Der erſte Gebrauch, den ich davon machte, war, in das väterliche Haus zurückzu⸗ kehren, ein Fremder war daſelbſt eingeführt. Mein Vater machte nicht mehr ſeinen täglichen Beſuch auf dem Kirchhof, er ſchlief zur Seite ſeiner jungen Gattin.
„Der einzige Freund, den ich hatte, ein Advocat meines Dorfes, ſagte mir, daß er nicht ganz ein Jahr nach meiner Entfernung geſtorben ſei, aber auf ſeinem Todtenbett mir verziehen habe, indem er mich ſeg⸗ nete und ſich darüber tadelte, taub gegen meine Bitten geweſen zu ſein. Eine kleine Summe, aus


