Teil eines Werkes 
4. Band (1858)
Entstehung
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nähert. Dieſes Geräuſch kam von dem benachbarten Zimmer, und ich ſagte mir, es müſſe eine geheime Communication zwiſchen ihm und dem Gemach, wo ich mich befand, ſtattfinden. Athemlos vor Schrecken, eilte ich hinaus, ſchloß die Thüre und floh, in der Abſicht, um Hülfe zu rufen. Als ich die Treppe hinabſtieg, hörte ich die Thüre von Mr. Haſtings Gemach ſich öffnen; die Furcht lieh mir Flügel. In einem Augenblick war ich im Hof; eine Hand er⸗ griff die meinige; es war mein Couſin Charles, den ich vor mir ſah. Ich wurde ohnmächtig und kam erſt zur Beſinnung in einer Poſtchaiſe, die ſich raſch von London entfernte.

„Thränen und Bitten waren gleich fruchtlos. Mein Couſin ſagte mir, mein Vater ſei geſtorben und, um meinen Schmerz zu vergrößern, ohne mir zu verzeihen, geſtorben. Ich entdeckte ſpäter die Falſchheit dieſer Behauptung. Vergeblich ſchwor ich ihm, ich ſei die rechtmäßige Frau Walters. Er ant⸗ wortete mir mit einem ungläubigen Lächeln, und als ich drohte, um Beiſtand zu rufen, ſagte er mir mit kaltem, beleidigendem Tone, ich möge es nur thun, er habe ſeine Vorſichtsmaßvegeln getroffen und die Poſtillons halten mich für wahnſinnig. Als wir in Holm ankamen, wohin er mich führte, war ſeine Lüge zur Wahrheit geworden, ich war tob⸗ ſüchtig.“

„H! genug, genug!“ rief Marion, ihre Arme um den Hals ihrer Freundin ſchlagend.„Dieſe Er⸗ innerungen zerreißen Ihnen das Herz, das meinige leidet ſchon davon, Sie anzuhören.“