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fühlte, daß er mein Geheimniß errathen hatte und aus einem nur ihm bekannten Beweggrunde mein Feind war.“
„Richtete er nie das Wort an Sie?“ fragte der Bankier.
Nie
„Schrieb er Ihnen nicht mehr?“
„Nein; welches auch ſeine Empfindungen ſein mochten, er verbarg ſie ſorgfältig. Walter blieb gleichgültig bei dem erſten Brief, den er entdeckte; der zweite und dritte machte nur wenig Eindruck. Endlich fand er einen, der auf einen von mir zu antworten ſchien. Sein Verfaſſer gab vor, als habe er Mitleid mit meinem unglücklichen Looſe, beklagte mich, der Gnade eines feigen Verführers preisge⸗ geben zu ſein, und billigte die von mir vorgeſchlage⸗ nen Mittel, mich von ihm zu trennen. Dieſer Brief wirkte ſchrecklich auf meinen Mann. Bald warf er mir meinen Mangel an Liebe vor, bald flehte er mich an, ihm ſeinen Zweifel an mir zu ver⸗ zeihen. Ich konnte ihm nur durch meine Thränen antworten.“
„Der Plan wurde geſchickt entworfen!“ rief Mr. Barnard;„was war die Folge davon?“
„Der Ruin meines Glücks,“ antwortete die Kranke, die Hände ringend,„mein Unglück und mein Irrſinn. Eines Abends verließ mich mein Gatte äußerſt aufgeregt durch die Zweifel, die er in meine Liebe und Treue ſetzte. Ich war allein, als ich plötzlich einen verſtohlenen und gemeſſenen Schritt, wie den des Mörders hörte, der ſich ſeinem Opfer


