ſchenk dankte, mit welcher Wärme er das Kind ſeg⸗ nete. In dem Glück dieſes Augenblicks vergaß ich meinen Ungehorſam, den väterlichen Zorn, die eifer⸗ ſüchtige Wuth meines Couſins Charles. Ich ſah nur das Lächeln meines ſchönen Kindes, die Freude Walters. Ah! damals war ich glücklich.... ja, ſehr glücklich.“
„Obgleich ich nur ſehr kurze Zeit die Segnun⸗ gen der Che genoß,“ ſagte Mr. Barnard mit einem Seufzer,„ſo begreife ich doch Ihr Glück.“
„Die erſte Wolke, welche es verdunkelte,“ fuhr die Gouvernante fort,„war für mich etwas ganz Seltſames. Mehrmals entdeckte mein Gatte, der nicht eiferſüchtigen Charakters war, auf meinem Toi⸗ lettentiſch Briefe an mich, die in den leidenſchaftlichſten Ausdrücken abgefaßt waren, es ſchien, als hätte ich ſie zufällig in meinem Zimmer liegen laſſen. Offen⸗ bar ſuchte man das Vertrauen deſſelben in ſeine Maitreſſe, denn ſo nannte man mich daſelbſt, zu zerſtören. Ich konnte nie entdecken, wie dieſe Briefe dahin kamen, und doch hege ich ſtarken Verdacht, daß ein Gentleman Namens Roderich Haſtings der Ur⸗ heber davon war; er bewohnte das Gemach neben dem unſern.“
„Roderich Haſtings,“ wiederholte überraſcht Mr. Barnard und Marion;„der Mann, der Mabel Her⸗ bert geheirathet hat, der gegenwärtige Beſitzer von Crowshall!“
„Wenn ich ihm zufällig auf der Treppe oder im Garten des Tempels begegnete, waren ſeine
ſchwarzen Augen forſchend auf mich geheftet. Ich


