Teil eines Werkes 
4. Band (1858)
Entstehung
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entfloh,“ ſetzte ſie mit einer vor Bewegung beinahe erſtickten Stimme hinzu,„ohne einen Kuß von dem Greiſe, ohne nur ihm zu ſagen: Gott ſegne Dich, mein Vater! Ich war wahnſinnig... ich muß wahn⸗ ſinnig geweſen ſein. ſonſt hätte ich nicht ſo gott⸗ los handeln können.“

Die arme Marion hob ſchüchtern die Augen zu ihrem Vater, ſo gut und ſo nachſichtig, empor; ſie fühlte, daß es in ſeiner Gegenwart beinahe eine Undankbarkeit wäre, Dicks Mutter Troſt einzuſpre⸗ chen; und doch hatte ſie ein ſo großes Verlangen darnach.

„Ihr Vater war auch zu tadeln,“ fagte der Bankier gütig.„Er hätte ſuchen ſollen, Ihr Ver⸗ trauen zu gewinnen, ſich zu Ihrem Freunde zu ma⸗ chen. Er durfte durch Kälte und Strenge ſein Kind nicht zurückſtoßen.“

„Ich darf nicht ſo urtheilen,“ erwiderte die Mut⸗ ter unſeres Helden traurig,„und obwohl ſeit jenem verhängnißvollen Schritt ſo viele Jahre verfloſſen ſind, habe ich nie aufgehört, meine Schwäche zu be⸗ reuen. Nicht wegen meines Gatten,“ ſetzte ſie ſchnell binzu,„o! er war Alles, was der Mann für die Frau ſein ſoll, deren Herz er zu gewinnen wußte, und die ſich an ihn anſchmiegt, wie der Epheu an die majeſtätiſche Eiche. Familien⸗Rückſichten erforder⸗ ten, daß unſere Heirath bis zu Walters Volljährig⸗ keit geheim blieb; daher die tiefe Zurückgezogenheit, in welcher wir im Tempel lebten und wo ich einem Sohn das Leben gab. Ich werde nie vergeſſen, mit welcher Zärtlichkeit mein Gatte mir für dieſes Ge⸗