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Mabel, deren Arm noch immer von der Hand ihres Gatten feſt gehalten wurde, zögerte keinen Augenblick und verlor trotz ſeiner Drohungen den Muth nicht.
„Oberſt Montröſor wird bald Gelegenheit haben, ſich von der Reinheit ſeiner Frau zu überzeugen,“ erwiderte ſie.„Er kann von ihren Briefen bei mei⸗ nem Rechtsanwalt Einſicht nehmen.“
„Ihren Briefen!“ wiederholte ihr erſtaunter Gatte.
„Glauben Sie ihr nicht, Montréſor!“ rief Ro⸗
derich;„ich ſage Ihnen, daß ſie wahnſinnig....
toll iſt. Nie in meinem Leben habe ich einen Brief von Ihrer Frau erhalten.“
„Die ſind alſo falſch, die ich in dem Käſtchen des alten Schranks gefunden habe?“ fragte Mabel mit eiſigem Lächeln.
Ihr Gatte ließ ihren Arm fahren und machte keine weitern Fragen mehr.
„In der That ein peinlicher Scandal; aber die Tyrannei und Brutalität von Mr. Haſtings ließen ſeiner Frau kein anderes n ſagte Lady Mountjoy mit bewegtem Ton.„Mein Stillſchweigen könnte dazu beitragen, das Gerücht von ihrem Irr⸗ ſinn zu verbreiten; ich muß alſo erklären, daß die Anklagen, die Sie eben hörten, nicht das Reſultat einer Geiſtesſtörung ſind. Ich habe die von Mrs. Montréſor an den Gatten meiner Verwandtin ge⸗ ſchriebenen Briefe geleſen und bedaure, beifügen zu müſſen, daß ſie keinen Zweifel an ihrer ſtrafbaren Verbindung zulaſſen.“
„Wenn der Oberſt noch daran zweifelt,“ ſetzte


