Teil eines Werkes 
4. Band (1858)
Entstehung
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Alle, die zu ihrem Geſchlecht gehörten, bei Seite wichen und eine ſchwarze Ahnung bemächtigte ſich derſelben. Sie wollte ihren Cavalier bitten, ſie in ein anderes Zimmer zu führen, aber die Worte er⸗ ſtickten ihr auf den Lippen.

Meine Liebe, ſprach der Heuchler,Du ver⸗ nachläßigſt wahrhaftig die Fflichten der Hausfrau. Hier iſt Mrs. Montréſor, welche erwartet, daß Du ſie Deinen Freundinnen vorſtellſt.

Mabels Augen ſchleuderten Blitze; in ihrem Blick brach die ſeit Jahren glimmende Eiferſucht und Ver⸗ achtung zu Flammen aus. Roderich wurde ſelbſt davon einen Augenblick verwirrt und erſchreckt.

Lady Mountjoy, ſprach ſie,an Sie wende ich mich, an Sie als meine nächſte Verwandte, um Sie zu fragen, in welchen Ausdrücken ich die Mai⸗ treſſe meines Mannes meinen Freundinnen vor⸗ ſtellen ſoll!

Biſt Du wahnſinnig? fragte Roderich erſtaunt und mit drohender Stirne.

Nein, ich habe meine Vernunft wieder bekom⸗ men, antwortete ſeine Frau ruhig.Ich ſehe in dem Idol, das ich einſt anbetete, eine gemeine Natur von Koth, den kalten, herzloſen Speculanten, den Bettler, den meine thörichte Liebe bereichert hat. Ich hätte das aushalten können, fuhr ſie fort,ich hätte dieſe Kenntniß ſeines Charakters und ſeiner Beweggründe zur Züchtigung für meine Thorheit annehmen können. Aber da Du eine verworfene Frau unter meinem Dache einführſt, da Du mich zu hrem Niveau herabzudrücken ſuchſt, indem Du mir ihre Geſellſchaft aufnöthigſt, empört ſich mein Herz