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„Glauben Sie?“ rief ihr Wirth, welcher die letzten Worte des Capitäns gehört hatte;„in dieſem Fall werde ich ein Auge auf ihn haben; ich will keine Spione in meinem Lager.“
„Um's Himmelswillen,“ ſagte Fanſhaw,„handeln Sie vorſichtig. Gedenken Sie ſeines Alters und Rangs, ohne von den Banden der Verwandtſchaft zu reden, welche ihn an Ihre Frau binden. Ein öffentlicher Zank würde uns mehr ſchaden, als ſeine geheime Feindſchaft.“
„Ich glaube, Sie haben Recht,“ murmelte Ro⸗ derich,„ich bin nur ein Thor, mich von der erſten Bewegung ſo hinreißen zu laſſen.“
„Kein Thor, aber ein Unbeſonnener.“
„Ja, ein Unbeſonnener,“ wiederholte der Can⸗ didat,„ich habe mich nie in meinem Leben von einem Impuls hinreißen laſſen.“
Inzwiſchen hatte Mabel den Arm ihres edeln Verwandten ergriffen und ſchritt mit ihm durch die Salons.
Diejenigen der Gäſte, welche ſie nicht kannten, vermutheten wenig, daß dieſe blaſſe und ruhige Frau, welche mit Lord Mountjoy Shn die wahre Gebieterin von Crowshall ſei. Viele nahmen Mrs. Montréſor für Roderichs Frau; der Irrthum war ſehr natürlich, denn dieſe Dame erſchien am Arme von Mabels Gatten im Ballſaal, erröthend im Be⸗ wußtſein ihrer Schönheit.
Ueberall, wo ſie vorüber kam, hörte man ein Geflüſter der Verwunderung.
Mabel tanzte nicht. Ihre Nebenbuhlerin eröffnete en Bal mit Roderich.


