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„Sie ſollte mir dieſelbe ſo viele Jahre verborgen haben!“ ſetzte Roderich hinzu.
„Es bedurfte lange Zeit, um ihre Neigung ab⸗ zunützen,“ entgegnete der Alte.„Aber da Sie deren Tiefe erprobt haben, ſo müſſen Sie nun ihren Haß um ſo beſſer ermeſſen können.“
„Fluch über ſie!“ wiederholte der Clende.
„Bah! bah!“ fiel der Advocat ein,„Kinder ſchmähen, Männer handeln. Sie haben ſich eben noch gerühmt, ein Gegenmittel zu finden, wenn ich Ihnen die Gefahr zeige. Ich habe es gethan; finden Sie!“
„Sie glauben, daß die Urkunde noch in ihrer Gewalt iſt?“ fragte Roderich.
Ellsgood nickte bejahend.
„Wo befindet ſich dieſes Archivzimmer, von dem Sie ſprechen?“
„Das konnte ich nie erfahren,“ antwortete der Alte in ärgerlichem Ton.„Mein verſtorbener Client, der in allen andern Dingen mir unbeſchränktes Vertrauen ſchenkte, weigerte ſich beharrlich, es mir zu ſagen. Der Eingang zu dieſem Gemach iſt ein Geheimniß, das nur die Glieder der Familie kennen, welche ſchwören müſſen, hat man mir geſagt, es nie zu verrathen. Ah! es iſt ein ſeltſames Gebäude, dieſes Herrenhaus zu Erowshall, ohne Zweifel ein mönchiſcher Bau.“
„Ich muß Mabel ſprechen!“ rief Roderich.
„Es wird beſſer ſein, ſie zu beobachten,“ warf ſein Beſucher ein.
„Vielleicht haben Sie Recht,“ antwortete der Erſte in träumeriſchem Ton.„Aber ſagen Sie mir


