„Bei Allem, was heilig iſt.“
„Nun denn,“ erwiderte der Advocat, welcher über dieſes Verlangen mehr ergötzt als verlegen ſchien,„es liegt nicht viel daran, einmal offen zu ſprechen; aber erinnern Sie ſich, daß dieß nicht als ein früherer Fall geltend gemacht werden darf.... Alſo, Roderich Haſtings, bei all Ihrer Liſt, Kühnheit, Geſchicklichkeit ſind Sie nichts weiter als ein Thor. Sie haben es dahin gebracht(durch welche Mittel, geht mich nichts an), eine ſchöne, reiche, ſtolze Frau von vornehmer Geburt zu gewinnen. Anſtatt Ihre Treuloſigkeiten zu verbergen, wie jeder mit geſundem Verſtand begabte Ehemann gethan hätte, haben Sie dieſelben laut ausgerufen und, des Vermögens Ihrer Frau ſicher zu ſein wähnend, ſie wie ein Mädchen von Nichts behandelt, ſie in ihren Neigungen be⸗ ſchimpft, vergeſſend, daß dieß der Punkt iſt, wo Frauen am empfindlichſten ſind. Sind Sie unſinnig genug, ſich einzubilden, ungeſtraft auf dieſer Bahn fortfahren zu können? Eine Frau von Herz, wenn ſie einmal ihre Energie auf die Rache richtet, über⸗ trifft an Gewandtheit einen Advocaten, an Beharr⸗ lichkeit einen Prieſter, und Prieſter und Advocat haſſen tüchtig. Die Urkunde Sir Gilbert Herberts, welche das Herrſchaftsgut nur auf der männlichen Seite vererbt, exiſtirt noch. Ich habe mich deſſen vergewiſſert und argwohne, daß ſie ſich in Ihrer Frau Händen befindet.“
„Fluch über ſie!“ murmelte der wüthende Frevler.
Mr. Ellsgood betrachtete ihn mit einer Miene der Verachtung.


