Teil eines Werkes 
3. Band (1858)
Entstehung
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nannt,wir hätten den Geiſtlichen mit uns genom⸗ men. Er iſt an ſolche Orte gewohnt.

Pßt! machte ſein Begleiter.

Ich kann nicht ſchweigen, antwortete jener im⸗ mer mit leiſer Stimme.Meiner Anſicht nach heißt es die Vorſehung verſuchen, wenn man nach Ein⸗ bruch der Nacht in eine Kirche geht. Es iſt mir unmöglich, an etwas Anderes zu denken, als an die letzte Jury, wo wir den Mann verurtheilen ließen, der ſeine Frau getödtet hat. Morgen hängt man ihn.

Still! ſagte Wield.Wollen Sie wohl Ihrem Geſchwätz ein Ende machen?

Dann hören Sie mir die Zähne klappern, was noch ſchlimmer iſt, ſofern Sie nicht ein Wort von dem, was ſie ſagen werden, verſtehen.

Inzwiſchen war der Mond aufgegangen, ein Umſtand, der ihre Lage nicht angenehmer machte, denn das Geſtirn der Nacht warf auf die Mauern und Steinplatten des Tempels ſo phantaſtiſche Schat⸗ ten, daß die zwei Agenten lieber im Finſtern geblie⸗ ben wären.

Ein ſchwaches Geräuſch, wie das einer in ver⸗ roſteten Angeln ſich drehenden Thüre ließ ſich hören, und dieſes Geräuſch gab ihnen Muth und Ruhe wieder. Sie erinnerten ſich ſogleich, zu welchem Zweck ſie hier waren. Was ſie fürchteten, war das Unbeſtimmte und Unbekannte.

Rühren Sie ſich nicht, ſagte Wield zu Jim; ſie ſind in der Kirche.

Vorſichtige Schritte wiederhallten ſchwach, und zweimal ſtrich ein Schatten durch das Schiff.