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rich?“ fragte Mabel rahig.„Und biſt Du über⸗ zeugt, daß nach meinem Tode Dir Niemand den Beſitz von Crowshall ſtreitig machen wird? Es iſt Thorheit, mir zu drohen. Du biſt noch nicht Sir Roderich Herbert.“
„Dieſelbe Warnung, die mir Nan gegeben hat,“ dachte der Frevler, den Arm ſeiner Frau loslaſſend. Dann ſetzte er, ſeine Stimme erhebend, hinzu:„Du willſt mich zum Narren machen; aber ich dulde nicht, daß Du länger in Bezug auf die Briefe meinen ſpotteſt. Ich bin entſchloſſen, Die Wahrheit zu wiſ⸗ ſen. Gib mir Deine Schlüſſel.“
Sie zeigte ihm einen Schlüſſelbund auf ihrem Toilettentiſche. Ihr Gatte bemächtigte ſich derſelben, öffnete zuerſt ihr Pult, dann ihr Neceſſaire und prüfte aufmerkſam jedes überſchriebene Papierſtück. Aber es war vergeblich. Es blieb nur noch ein Fall übrig.
„Wo iſt Dein Schmuckkäſtchen?“
Mabel ſchwieg.
„Ich muß es abſolut haben.“
„Ich habe es an einen Ort gebracht, wo Du es nicht finden wirſt,“ antwortete Mabel;„die Fa⸗ milienkleinode ſind Alles, was mir von meinem reichen Erbe geblieben iſt; Du haſt außer ihnen Alles genommen.“
„Wo iſt Dein Schmuckkäſtchen?“ wiederholte ihr Gatte in drohendem Ton.
„Tödte mich,“ antwortete die beſchimpfte Frau mit Feſtigkeit,„tödte mich, aber Du ſollſt es nie er⸗ fahren. Drohungen und Bitten ſind gleich fruchtlos. Ich möchte lieber an der Seite meines gemordeten


