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„Sie möge nur kommen, ich weiß ihn zu ver⸗ bergen. Ich habe ſchon Manchen vor ihm verbor⸗ gen, unter der Naſe der Policei.“
„Ich ſage Dir,“ rief der Räuber, der den Kna⸗ ben im Zelte geholt hatte,„Bet hat Recht. So jung er iſt, hat der Fratz einen offenen Kopf; er wird das Haus wieder zu finden wiſſen.“
„Habt Ihr ihm nicht die Augen verbunden?“ fragte der Wirth.
„Nein.“
Dieſe Nachricht ſchien den Entſchluß des Haus⸗ herrn, das Leben des Gefangenen zu ſchonen, etwas zum Wanken zu bringen; es entſpann ſich eine Be⸗ rathung, wobei über die Frage über Leben und Tod hitzig debattirt wurde. Klugheit, nicht Menſchlichkeit trug den Sieg davon. Der Wirth ſtellte vor, es ſeien zu viel Miethsleute im Hauſe und die Nacht zu weit vorgerückt, um ſolche Gefahr zu laufen; und ſeine Meinung war entſcheidend.
„Komm' mit mir,“ ſagte er, unſern Helden rauh am Arm ergreifend,„Du biſt gewiß müde, ich will Dir Dein Schlafzimmer anweiſen.“
„Laßt mich gehen, ich bitte Euch, laßt mich gehen,“ erwiderte der Knabe;„ich habe Euch nie etwas zu Leide gethan; wahrhaftig, ich verſpreche Euch, ſtillzuſchweigen!“
„Du den Blinden zuvor machen ſollen.“
Trotz ſeines Widerſtandes zog er Dick auf eine ſchmale Treppe, die ſie mit einander bis in einen finſtern Speicher hinaufkletterten, ganz oben im Hauſe. Allem Anſchein nach war es nur eine Art Rumpel⸗ kammer, wo man zerbrochene Möbel, alte Koffer und


