Das, was ich ihm ſagen möchte, würde ſeiner Seele wieder den Frieden geben und wie heilender Balſam in die Wunden ſeines Herzens fließen.... Es iſt ſeltſam, daß man mich nicht bälder von dieſer ver⸗ hängnißvollen Krankheit unterrichtet hat. Doctor Marſh, ſein Arzt, kennt mich von lange her: er hätte mir ſchreiben ſollen.“
„Es iſt nicht Doctor Marſh, der ihn behandelt hat,“ antwortete die Dame ruhig.
„Wie?“
Der Ton des Erſtaunens, womit dieſes Wort ausgeſprochen wurde, entging der gierigen Erbin nicht.
„Doctor Marſh,“ erwiderte ſie,„hat die Conſti⸗ tution meines Bruders nie verſtanden; ich habe ge⸗ glaubt, mich nach London wenden zu müſſen.“
„Darf ich fragen, an wen?“
„An Sir William Blitton.“
Der Name eines ſo hochſtehenden und geachteten Arztes zerſtreute den Verdacht, welcher im Geiſte von Mr. Elton aufzuſteigen anfing.
„Erlauben Sie mir, zu fragen, wann Sir Wil— liam Ihren Bruder zuletzt geſehen hat?“
„Dieſen Morgen.“
„Und er gab keine Hoffnung?“
„Keine. Er betrachtete alle weiteren Mittel als
vergeblich und iſt nach London zurückgekehrt.“
„Miß Herbert, das iſt einer der ſchmerzlichſten Umſtände meines Lebens und wird mir bittern Kum— mer machen. Ich habe meine Schuldigkeit gethan und wage nicht, weiter darauf zu beſtehen. Ich werde dieſe Nacht im Herrenhauſe bleiben ich werde daſelbſt bleiben his zum Tode meines Freun⸗


