Teil eines Werkes 
1. Band (1858)
Entstehung
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leman gekleidet und drückte ſich als Gentleman aus; aber es lag etwas in ſeinem Weſen, was nach dem Gewerbe roch: nicht ernſt genug für einen Geiſtlichen, nicht imponirend genug für einen Advocaten, aber etwas zwiſchen dieſen Beiden, das vollkommen mit ſeiner Stellung in der Welt harmonirte. Es war ein Sachwalter, deſſen Clientel viele vornehme Per⸗ ſonen zählte.

„Muß ich es ſo verſtehen, Miß Herbert,“ ſagte er,„daß Sie ſich weigern, mich bei Sir Harry vor⸗ zulaſſen?“

„Ganz beſtimmt,“ erwiderte die Dame mit einem leichten Zucken der ſchön gewölbten Augenbraunen, wie wenn ſie erſtaunt geweſen wäre, daß er darauf beſtehen wolle.„Mein armer Bruder iſt nicht mehr im Stande, ſich mit Dingen dieſer Welt zu beſchäf⸗ tigen; es wäre ebenſo grauſam als nutzlos.“

„Aber Sie wiſſen doch, daß ich Jahre lang ſein vertrauter Rathgeber geweſen bin.“

„Ich weiß es vollkommen.“

Der Ton, womit dieſes Wort vollkommen ausgeſprochen war, zeigte, daß dieſes Wiſſen den Sachwalter in der Gunſt der Dame nicht erhöhte. „Und ſein Freund,“ ſetzte er hinzu.

„Sein Freund!“ wiederholte Mabel Herbert mit ſpöttiſcher Miene;„ich geſtehe, daß ich das nicht wußte, Mr. Elton; aber der Freund darf ebenſo wenig als der vertraute Rathgeber die letzten Augen⸗ blicke meines theuren Bruders beunruhigen.“

„Die Welt wird das ſonderbar finden,“ ſagte trocken der Sachwalter.

„Möglich.“

Das Erbe. 3