Teil eines Werkes 
1. Band (1858)
Entstehung
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16.

Nun, Sir Gilbert war ein ſtrenger Mann, ſprach der Küſter weiter;ich kann das ſagen, ohne ihm Unrecht zu thun. Er führte immerdar ein har⸗ tes Commando; ſeine eigene Frau wagte ihm nicht zu widerſprechen, obwohl ſie von hohem Blut und eine reiche Erbin war. Ungefähr fünf Jahre vor ſeinem Tod brachte er nach dem Herrenhaus eine eine Dame mit einem Kind, und die arme Lady war gezwungen, dieſen Schimpf zu verſchlucken, obgleich es ihr das Herz zerriß, denn ich habe die alten Diener ſagen hören, daß ſie ihren Gatten un⸗ gemein liebte.

Ah, rief Martha,ich würde geduldig, ſogar ſehr geduldig ſein, wenn ich verheirathet wäre, aber wie könnte ich ſo etwas ertragen!

Nan ſchwieg ſtill.

Es nahm ein trauriges Ende, wie es immer in ſolchem Fall geſchieht, antwortete der Alte. Sir Gilbert ſtarb plötzlich, ohne ein Teſtament ge⸗ macht zu haben. Kaum hatte er ſeinẽn letzten Seuf⸗ zer ausgehaucht, als ſeine Wittwe jene Frau und ihr Kind vom Herrenhauſe vertreiben ließ. Wie ich ſchon geſagt habe, war die Nacht ſchrecklich, Schnee bedeckte die Erde, keine Seele im Dorfe wollte ihnen ein Aſyl geben, und die arme verzweifelte Mutter ging mit ihrem Kinde davon, verlaſſen von Jeder⸗ mann.

Und das war recht gethan! ſagte Amen Cor⸗ ner;die Bettlerin würde dem Kirchſpiel zur Laſt gefallen ſein und

Nan warf ihm einen Blick zu, der ihm Still⸗

ſchweigen auferlegte.