Teil eines Werkes 
1. Band (1858)
Entstehung
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dem Eigenthümer aller Ländereien des Kirchſpiels. Die Dame, wie man ſie gewöhnlich nannte, beſuchte oft die alte Frau und ging Sonntags, beim Aus⸗ tritt aus der Kirche, nie an ihr vorüber, ohne ihr ein wohlwollendes Wort zu ſagen.

Die andere Frau, Martha Chaſon, war eine ſchöne Perſon von etwa zweiunddreißig Jahren, friſch, glücklich, voll Geſundheit und ziemlich kokett geklei⸗ det. Martha verdiente ihren Unterhalt damit, daß ſie Kinder in Koſt nahm, und galt dafür, daß ſie in guten Umſtänden ſich befand.

Die zwei Männer waren der Gerichtsſchreiber des Kirchſpiels, Amen Corner, und Nicolas Pim, der Küſter. Der erſte von dieſen Beiden war der wichtigſte, weßhalb wir ihn auch unſern Leſern zuerſt vorſtellen wollen.

Amen Corner hatte ein ſanftes, ſalbungsvolles und reſpektables Ausſehen. Er trug ſeine fünfzig Jahre mit Anſtand, wie auch die ſchwarzen Gewän⸗ der, die er unwandelbar anlegte. Ein Phyſiogno⸗ miker hätte vielleicht etwas Unglückbedeutendes in ſeinen grauen Augen, in ſeinen ſchwarzen, buſchigen Augbraunen und in der ſcheinheiligen Senkung ſeiner

Mundwinkel entdeckt. Aber dieſer Eindruck ver⸗

ſchwand, wenn man ihn ſprechen hörte: er war ſo fromm und that ſich ſo viel zu gut auf ſeine Red⸗ lichkeit.... in Worten. War ſein Benehmen im Einklang mit ſeinen Redensarten? Das wird uns die Zeit lehren.

Seine pechſchwarzen Haare fielen gerade auf ſeine Stirne herab, was den Charakter ſeiner S noch erhöhte.