Teil eines Werkes 
1. Band (1858)
Entstehung
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Nicolas Pim war dagegen ein guter Alter, ſtark, geſund und wohl auf, der ſchon lange ſein ſechzigſtes Jahr zurückgelegt hatte; ſeine Phyſiognomie, offen und heiter wie ein Sommertag, hatte das reiche Colorit der Geſundheit. Er mußte in ſeiner Ju⸗ gend ſchön geweſen ſein, denn ſeine hellblauen Augen bewahrten noch ihren Glanz, und ſeine langen, wei⸗ chen und ſchneeweißen Haare fielen in Locken auf ſeine Schultern herab.

Der Küſter hatte ein völlig patriarchaliſches Aus⸗ ſehen: wie er ſo daſtand in Hemdärmeln, auf ſeinen Spaten geſtützt und mit ſeiner Geſellſchaft ſchwatzend, erinnerte ſeine hohe und kahle Stirne, auf welche ein Strahl verirrten Lichtes ſiel, an den Montblane bei Sonnenuntergang. In jedem Lande würde man ihn als Engländer erkannt haben; er war ein ſchönes Muſter der ſächſiſchen Race.

Setzen wir noch hinzu, daß ſein Charakter ſei⸗

nem Aeußern entſprach. Nicolas war fromm, wahr⸗ haftig und gut; er machte ſich kein Gewiſſen daraus, manchmal einen Scherz zu ſagen, aber im Allge⸗ meinen waren ſeine witzigen Einfälle ebenſo harm⸗ los, als ſein Herz unſchuldig und rein. Alles iſt aus für den armen Sir Harry, fürchte ich, ſagte der Kirchſpielsſchreiber mit einer Art ge⸗ werbsmäßigen Seufzers;die Doctoren von Newark ſind zweimal in das Herrenhaus gekommen zweimal an einem Tage! Wir wiſſen Alle, daß es ein ſchlechtes Zeichen iſt, wenn ſie zu zwei kommen.

Es iſt wie bei den Raben, erwiderte ernſt der Küſter,welche immer wiſſen, wenn ich ein