ſein oder nicht, wir können wenigſtens verbürgen, daß ſo oft Nan Jemand anredete, ſie eine ſonder⸗ bare Gewohnheit hatte, nach rechts und links zu ſchauen; zuweilen wandte ſie ſich ſogar plötzlich um, rückwärts zu blicken, als ob ſie fürchtete, es möchte irgend Jemand ihre Worte hören.
Sie trug ein Kleid von ſchwarzem Zeug mit engem Oberleib; ihre weißen Haare waren in einem Knoten unter eine Haube von einfachem Leinen —zurückgeſtrichen, über welcher ſich ein Halstuch von chocolatbrauner Farbe ausbreitete, eine Art von Kopfputz, welche an den der Frau von Maintenon erinnerte.
Niemand kannte Nans Geſchichte der Vergangen⸗ heit. Als ſie ſich zu Crowshall niederließ, etliche dreißig Jahre vor dem Beginn unſerer Erzählung, geſchah es, um den Beruf einer Hebamme auszuüben, welchem ſie auch wieder entſagte, ſobald ſie ſich ſo viel geſammelt hatte, um ihre einfachen Bedürfniſſe völlig zu befriedigen.
Hätte dieſes vereinzelte Geſchöpf hundert Jahre früher gelebt, es wäre Zehn gegen Eins zu wetten geweſen, man würde ſie als Hexe verfolgt haben; denn ihre Sitten und Gewohnheiten waren ebenſo ſonderbar als ungeſellig. Sie blieb Wochen lang in ihrer Hütte eingeſchloſſen, ſich weigernd mit Je⸗ mand, wer es auch war, ein Wort zu wechſeln; zu andern Zeiten ſuchte ſie wieder die Unterhaltung ihrer Nachbarn, wie um ihren eigenen Gedanken zu entrinnen.
Nan hatte eine mächtige Beſchützerin im Dorfe: Mabel Herbert, die ältere Schweſter von Sir Harry,


