Teil eines Werkes 
6. Band (1860)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

256

Grund hin abzuweiſen, daß vor den Gerichtsſchranken gar keine Lillian Boothroyd ſteht, und fordere die ſehr intereſſante junge Dame, welche dieſen Namen für ſich in Anſpruch nimmt, auf, ihr Recht daran dar⸗ zuthun. Es handelt ſich hier vom Anfang bis zum Ende um eine ſchnöde Verſchwörung, durch welche ſich einige ohne Zweifel ſehr achtbare Perſonen täu⸗ ſchen und bewegen ließen, einer ſchlechten Sache ihre moraliſche Unterſtützung zu leihen.

Wo hat Allan Boothroyds Trauung ſtattgefun⸗ den? fragte der Kanzler, nachdem er in den Akten geblättert hatte.

In Indien, mein Lord, verſetzte Sergeant Silvertongue.Wir haben Briefe von ſeiner Frau an ihren Bruder vorgelegt, in welchen ſie davon ſpricht

Keinen Trauungsſchein? unterbrach ihn der Kanzler.

Leider nein, mein Lord. Die jüngſten Vorfälle in dieſem unglücklichen Land, die Zerſtörung der Kir⸗ chenregiſter und die Verheerung der Stationen durch die rebelliſchen Sepoys erklären, wie ich beſcheiden anzudeuten mir erlaube, den Verluſt hinreichend. Wir haben ein Zeugniß von der Pathin der Klägerin, der Gattin eines ausgezeichneten Offiziers, aus wel⸗ chem hervorgeht, daß Mrs. Allan Boothroyd überall in der beſten Geſellſchaft Zutritt hatte und daß über⸗ haupt über eine geſetzlich vollzogene Ehe nicht der mindeſte moraliſche Zweifel obwalten kann.

Eure Gnaden werden mit mir einverſtanden ſein, daß dies völlig unweſentliche Dinge ſind. Mein gelehrter Freund bietet natürlich Allem auf, um den