Entſatzmannſchaft den Marſch gegen Delhi angetre⸗ ten hatte, wo die Geſchicke des Oſtens bald zur Ent⸗ ſcheidung kommen ſollten.
„Der Sahib iſt jetzt wieder kräftig,“ ſagte der Hindu eines Morgens, als ſie von einem der Spa⸗ ziergänge zurückkehrten, welche der Soubahdar ſeinen Gefangenen, oder wie man ihn nennen wollte, nie allein machen ließ.„Die Roſe iſt auf ſeine Wangen zurückgekehrt, und ſeine Sehnen haben wieder Spann⸗ kraft gewonnen.“
„Ihr habt mich gerettet,“ verſetzte der Englän⸗ der, ohne ſich den Anſchein zu geben, daß er den Zweck dieſer Bemerkung zu erfahren wünſche, da die Aſiaten Neugierde oder Ungeduld als etwas Ver⸗ ächtliches betrachten.
Der Soubahdar ſtrich ſich den Bart.
iſt ſechshundert Meilen entfernt,“ ſagte er.
„Aber mit Muth und einem guten Pferde könnte man in weniger als einem Monat hinkommen.“
„Ohne Zweifel.“
„Der Sahib ſehnt ſich wohl nach ſeinen Lands⸗ leuten?“
„Es iſt mein heißeſter Wunſch, wieder zu ihnen zu kommen,“ rief der junge Mann.
„Um dann das verſprochene Löſegeld zu ver⸗ geſſen?“ bemerkte der Hindu argwöhniſch.
„Wie lange ſind wir ſchon mit einander bekannt?“ entgegnete Wharton.
„Vier Manate.“
„In dieſer Zeit bin ich an den Thoren des To⸗ des geſtanden.“ on


