„Wer weiß das? „Es iſt nur Wenigen vergönnt, im Buch des Schick⸗ ſals zu leſen. Seid zufrieden Gegenwart und denkt nicht an
ie Zukunft.“
Um ſich die ſcheinbar geneigte Stimmung des Indiers zu erhalten, griff Wharton nach ſeiner Börſe und Uhr in der Abſicht, ſie dem alten Mann zu
geben; aber Beides war ſchon fort. Zum Glück erinnerte er ſich, daß er noch einen ſehr werthvollen Diamanten in ſeiner Hemdbruſt ſtecken hatte.
„Macht mir die Uniform auf,“ ſagte er. 32 Sein Retter, der den* dieſer Aufforderung 3 ahnte, gehorchte ohne Zögern* 3
„Da,“ fuhr der Verwundete fort, indem er dem Hindu den Edelſtein hinreichte;„wenn ich wieder geneſe, werde ich ihn zu ſeinem zehnfachen Werth) einlöſen.“ 38„Es iſt ein Diamant,“ rief der Indier, ihn ver⸗ 5 gnügt im Lichte ſpielen laſſend.„Der Sahib iſt reich?“
„Ich kann das Löſegeld eines Rais bezahlen,“ verſetzte der Engländer, welcher wohl begriff, daß er der Menſchlichkeit ſeines Retters ſein 65. nicht zu danken hatte.
„Und doch ſeid Ihr zu jung,“ entgegnete der Soubahdar argwöhniſch,„um ſchon viel Reichthum angeſammelt zu haben, ſelbſt wenn die Compagnie Euch recht gut zahlte.“
„Ich ſtehe in königlichem Dienſt, nicht in dem der Compagnie. Ihr müßt den Unterſchied kennen“
„Warum?“*
„Weil Ihr Soldat geweſen ſeid. Es iſt vergeb⸗


