ihm faſt zur Gewißheit geworden iſt. Wenn Carus ſieht, daß ſeine langgehegten Plane auf das Ver⸗ mögen ſeines Onkels ſcheitern, ſo ſteht von ihm zu befürchten, daß er von jenem unglücklichen Brief Gebrauch macht und den ſich hebenden Ruf und Pohlhn des ihm verhaßten Mannes zu Grunde richtet.“
„Gleichwohl begreife ich den Grund nicht, der Sie nach Indien geführt hat und in Calcutta feſt⸗ hält.“
„Sie ſollen Beides erfahren,“ verſetzte Richard. „Bald nachdem das Abhandenkommen der Werth⸗ papiere entdeckt war, ſendete mein Großvater auf Erſuchen ſeines alten Correſpondenten, Mr. Chutnee, von England aus einen Comptoiriſten nach Calcutta, der auf die Empfehlung des Mr. Kearn aus ſeinem eigenen Comptoir gewählt wurde. Und in Calcutta kamen die Papiere zum Umſatz.“
„Wer iſt dieſer Comptoiriſt?“
„Mr. Sanford.“
„Wird Ihre Anweſenheit ihn nicht behutſam machen?“ bemerkte Lillian.„Er muß wohl merken, daß Sie ihn bewachen.“
„Ich bin unter einem angenommenen Namen hier,“ entgegnete Richard haſtig;„doch Sir Charles, dem ich meine Geſchichte mitgetheilt habe, kennt meinen wahren und die Gründe der Verheimlichung. Ich hätte den Gedanken, einen Mann zu täuſchen, der ſich gegen Sie als zweiter Vater erwieſen hat, nicht ertragen können.“
„Sie haben Recht,“ rief das Mädchen;„er iſt die Ehrenhaftigkeit ſelbſt. Aber wird Mr. Chutnee


