Teil eines Werkes 
4. Band (1860)
Entstehung
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Nein, Richard, verſetzte das Mädchen in be⸗ bendem Tone;nur Ihre Gefahr, nicht der kindiſche Wunſch, Sie in meiner Nähe zu behalten, iſt es, was mich bekümmert. Sie haben einen Feind in Indien.

Den meiſten Menſchen begegnen auf ihren Le⸗ benspfaden Feinde, entgegnete er;Indien oder England dies macht keinen Unterſchied.

Sie haben Unrecht glauben Sie mir, Sie haben Unrecht. So wenig ich auch von England ge⸗ leſen habe, bin ich doch überzeugt, daß dort die Ge⸗ fahr nicht ſo ſehr zu fürchten iſt, weil der Menſch ſich daran gewöhnt hat, ſeine Leidenſchaften dem Ge⸗ ſetze der Vernunft zu unterordnen; hier aber toben ſie ſich aus in all ihrer Wildheit.

Die Menſchennatur iſt überall dieſelbe und wech⸗ ſelt nur in ihren Thaten.

Ich habe fürchterliche Geſchichten von der Wuth der Leidenſchaften im Orient gehört, ſagte das arme Mädchen,und bin ſelbſt Zeuge eines ſo verhäng⸗ nißvollen Vorfalls geweſen, daß ſie ſich über meine Angſt nicht wundern können Nehmen Sie ſich in Acht um meiner um Aller willen, die Sie lieben. Sollte

Ihre Gefühle wurden jetzt ſo übermächtig, daß ſie nicht weiter fortfahren konnte, ſondern in einen Strom von Thränen ausbrach.

Da wohl die meiſten unſerer Leſer ihrer Zeit ge⸗ liebt haben iſt es nicht der Fall, ſo bedauern wir ſie ſo wird es nicht nöthig ſein, die Gründe

anzuführen, mit denen der Liebhaber ihre Sorge zu

bekämpfen ſuchte, oder der Verſprechungen zu ge⸗