Teil eines Werkes 
4. Band (1860)
Entstehung
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ſtigen Augenblicks harrte, um den verhängnißvollen Sprung zu thun.

Dieſer Augenblick war nun gekommen, und da es ſelbſt an den einfachſten Vorbeugemitteln fehlte, ſo wirkte Alles zuſammen, um den Aufſtand für eine Weile ſo erfolgreich zu machen, als er blutig und erbarmenlos ſich zu entwickeln beſtimmt war.

Nicht die letzte und geringſte unter den ſchweren Anklagen, auf die England moraliſch wenigſtens zu antworten hat, iſt die rückſichtsloſe Ländergier. Ein Staat um den andern wurde verſchlungen, ein Kö⸗ nigreich um das andere einverleibt, und gleichwohl geſtatteten wir mit einer Bethörung, der ſich keine andere Nation der Welt ſchuldig gemacht haben würde, den überwundenen Beſitzern der eingeſackten Kronen, in königlichem Prunk fortzuleben. So ſaß der Schatten des Großmoguls noch immer mit den äußerlichen Abzeichen der höchſten Gewalt auf dem Thron von Delhi. Der Exkönig von Audh reſidirte zu Calcutta und ließ ſich königliche Ehren erweiſen. Außer dieſen gab es noch eine Menge kleinerer Für⸗ ſten, die in ähnlicher Weiſe fortleben durften.

Die bevorſtehende Abreiſe des Oberſten und ſeiner Familie nach Delhi war ein ſchwerer Schlag für unſeren Helden, der gerne mitgezogen wäre, wenn ihn nicht wenigſtens vorderhand noch ein Band, wel⸗ ches kräftiger war als das der Liebe die Ehre in Calcutta feſtgehalten hätte. Er konnte dieſe Feſſel nicht brechen, ohne auf die Hoffnungen zu verzichten, die ihn nach Indien geführt hatten.

Ich ſehe nicht ein, warum Sie nicht mitgehen