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ten ſich die Eroberer der Ueberlegenheit ihrer Religion und erklärten die der Hindus für Betrug und Gottes⸗ läſterung. Gleichwohl warfen ſie Fonds aus zu Fortführung des Götzendienſtes und erhoben Abgaben von den zahlloſen Wallfahrern zu den ſchändlichen Feſten des Dſchaggernaut, deſſen abſcheuliches Bild man jährlich in Prozeſſion herumführte, während engliſche Soldaten die Ordnung handhabten und dem Moloch militäriſche Ehrenbezeugungen erwieſen.
Die britiſche Regierung ſtellte Uneigennützigkeit als ihren Grundſatz auf und fröhnte in der Praxis der ſchamloſeſten Habſucht. Kein Eingeborner hat je geglaubt oder wird es glauben, daß die Grauſam⸗ keiten, unter denen man die Steuern erpreßt, ohne Vorwiſſen der Behörden geübt werden, und ſicher⸗ lich gibt es auch in England nur wenige, welche dieſe Anſicht nicht theilen, wie ſehr man auch im Parlament die gegentheilige feſtzuhalten ſich müht.
Auch war die Lebensweiſe unſerer Landsleute in Indien nicht geeignet, Achtung einzuflößen. Die mei⸗ ſten lebten in einem Zuſtand offener Unſittlichkeit; ſie wollten zwar Chriſten ſein, benahmen ſich aber wie Heiden; denn wenn ſie auch nicht im Götzentempel anbeteten, ſo gaben ſie ſich doch denſelben Laſtern hin, die ihrem Bekenntniß nach ihnen ein Gräuel ſein ſollten.
Kein Wunder alſo, daß der Hindu die Religion ſeiner Ueberwinder für ein Blendwerk erklärte— daß ferner der ſtolze Bramine, welcher wenigſtens äußerlich ſeinem Glauben Achtung zollt, uns haßte und verachtete und dem Tiger gleich nur 3 gün⸗
Smith, Ebbe u. Fluth. IV.


