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„Ein glückliches Entkommen,“ dachte Kaleb, ſo⸗ bald der Gegenſtand ſeiner Furcht unter dem Thor⸗ bogen des Tempels verſchwunden war.„Ich wollte, ich hätte das Geſicht des Kerls geſehen, denn er ſcheint mir nicht unbekannt zu ſein.“
Er hatte Recht, denn der Mann war längſt als Spion um die Wohnung unſeres Helden beſchäftigt. Haſſan hatte ihn unter der angeblichen Eigenſchaft eines Biſti oder Woſſerträgers verwendet, und jetzt war er auf dem Weg, Al Murad und dem Ober⸗ braminen anzuzeigen, daß ihr Anſchlag entdeckt und ihr Agent zur Haft gebracht worden ſei. Wir fol⸗ gen ihm nach dem Innern des Tempels.
Die Halle, in welcher der Bankier mit ſeinem Verbündeten ſaß, war reich verziert und hatte Wond⸗ bilder, welche die Incarnationen Wiſchnus und das Sinnbild Bramas, des oberſten Gottes des Hindus, darſtellten. Von letzterem beſitzen ſie keinen Götzen, und die Veden geben dafür folgenden Grund an;
„Von ihm, deſſen Herrlichkeit ſo groß iſt, gibt es kein Bild. Er iſt das unbegreifliche Weſen, welches Alles erhellt, Alles mit Luſt erfüllt und von dem Alles ausgeht. Durch ihn leben wir, wenn wir re ſind, und zu ihm kehren wir wieder
urück.“ Der Wohnort Bramas wird in das Dreieck Quivelinga verlegt, das ſich in dem Mittelpunkt einer Roſe befindet.
Al Murad war ſehr aufgeräumt. Dem letzten Bericht zu Folge rang ſein Nebenbuhler mit dem Tode, und von der nächſten Botſchaft erwartete er die Kunde, daß er geſtorben ſei.


