Teil eines Werkes 
4. Band (1860)
Entstehung
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kaum verſchwunden, als ein Hindu im Gewand eines Fakirs aus dem dichten Gebüſch hervorkroch, in wel⸗ chem er ein verborgener Zeuge ihrer Zuſammenkunft mit unſerem Helden geweſen war. Behutſam folgte er ihr mit drohenden Blicken.

Die gehörten Worte hatten auf Richards Geiſt einen weit tieferen Eindruck gemacht, als die Schön⸗ heit der Verſucherin auf ſein Herz, und es verlangte ihn ſeinen Argwohn Sir Charles mitzutheilen. Als er jedoch das Haus erreichte, traf er die Damen im Salon verſammelt, und um ſie nicht unnöthig zu beunruhigen, beſchloß er, ſeine Mittheilung an den Oberſt ſchriftlich zu machen.

Während des Abends neckten ihn Lady Bell und Mrs. Chutnee öfters wegen ſeiner Zerſtreutheit, die auch auf Lillian einen beängſtigenden Eindruck machte. Er ſuchte daher der düſtern Stimmung, die ihn drückte, ſich gewaltſam zu erwehren, und als die Stunde der Trennung kam, gedachte außer ihm Niemand mehr dieſes Umſtandes.

Statt ſich zur Ruhe begeben, nahm er vor ſei⸗ nem Schreibpult Platz, um dem Commandanten des wackern Olſten den Inhalt ſeines Geſprächs mit dem Natſchmädchen, ohne dabei ihrer Schwäche zu gedenken, da ihm dies ſein männlicher Sinn verbot, mitzutheilen und ihn zu bitten, daß er ſich vorſehen möchte. Die Aufgabe war ebenſo ſchwierig als kitze⸗ lig, und der Schreiber vertiefte ſich ſo ſehr in ſie, daß ihm nicht einmal das plötzliche zornige Knurren des Reufundländer Hundes, der zu ſeinen Füßen ag, ſtörte. Als es ihm endlich dennoch auffiel,