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wel in ihrer Krone bewahrte und ſeine Landsleute vor der Schlachtbank, ihre Weiber und Kinder vor dem Untergang bewahrte?“
„Die höchſten, welche ein Unterthan erringen kann,“ antwortete Richard.
„Ich biete ſie.“
„Du?“
„Mit meiner Liebe.“
Die Prophezeiung ſeines Freundes Marſh, daß der brittiſchen Herrſchaft in Indien ein ſchrecklicher Sturm drohe, durchzuckte plötzlich ſein Gehirn; aber ſo ſehr er auch weiter zu hören wünſchte, verſchmähte er es doch, mit ihren Gefühlen zu ſpielen und ihr
Liebe zu heucheln.
„Kehoda,“ ſagte er,„wenn Du wirklich Kunde haſt von einer Gefahr, die meine Landsleute bedroht, ſo offenbare dies um Deiner ſelbſt, um Deines Landes willen. England würde fürchterliche Rache nehmen.“
„Könnte ſie fürchterlicher ſein, als ſeine Herr⸗ ſchaft?“ verſetzte das Natſchmädchen geringſchätzig. „Hat ſie nicht die Treue unſerer Fürſten umgeſtürzt, die Nachkommen des kaiſerlichen Timur in Vaſallen umgewandelt, unſere Tempel entweiht und unſere Geſetze und Prieſter verhöhnt? Sie kennen das ein⸗ zige Mittel, das Siegel meiner Lippen zu löſen.“
„Dies thut mir um Deinetwillen Leid,“ ſagte der Jüngling;„denn Dein Starrſinn wird Elend und Verhrechen auf Dein ganzes Volk häufen.“
Mit dieſen Worten ging er von hinnen, während Kehoda im bitteren Gefühl der getäuſchten Hoffnung und der verſchmähten Liebe zurückblieb. Sie blieb


