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Hälfte ihres Körpers niederwallte, während Leiden⸗ ſchaft und Triumph aus ihren dunklen, träumeriſchen Augen blitzten.
Er hätte in der That geſtählt ſein müſſen gegen den Zauber der Schönheit, wenn er kalt hätte zu⸗ ſehen können, als ſie anmuthigen Schrittes vortrat und einen der Tänze, die ſie in ihrem Beruf gelernt hatte, ausführte.
Richard richtete ſich halb in ſeiner Matte auf und ſah ihr zu, aber nur mit jenem Gefühl von Bewunderung, mit dem man ein ſchönes Bild zu betrachten pflegt. Ihre auffallende Schönheit machte keinen Eindruck auf ſein Herz, denn ihr fehlte jener große Zauber, welcher den wichtigſten Zug bildet in der Anmuth des Weibes— die Beſcheidenheit, welche weder durch feine Gewebe, noch durch koſt⸗ bare Schleier oder durch mit Juwelen beſetzte Gürtel erſetzt werden kann.
Nach dem Tanz näherte ſich das Natſchmädchen der Hängematte und trat mit gefalteten Händen vor unſern Helden hin. Er wiederholte ihren Ramen.
„Allein,“ flüſterte Kehoda;„ich bin allein.“
„Was ſuchſt Du?“ fragte der Jüngling erſtaunt.
„Was ſucht der Vogel,“ rief die Hindu leiden⸗ ſchaftlich,„wenn die traurige Regenzeit vorüber iſt und die Erde ihre erſten Blumen treibt? Ich bin allein.“
Die letzteren Worte bedeuten in der bilderreichen Sprache des Morgenlandes:„ich bin ungeliebt;“ und Tyrrell kannte die poetiſche Redeweiſe zu gut, um ſie nicht zu verſtehen.
„Du weißt, Kehoda,“ entgegnete er,„daß mein⸗


