Teil eines Werkes 
4. Band (1860)
Entstehung
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einzigen Morde, welche unter dem Schutze der in⸗ diſchen Hierarchie begangen werden.

Um ſeinen Gaſt aufzuheitern und ihm bis zur Ankunft Kehoda's die Zeit zu kürzen, klopfte Nadir dreimal in die Hände, ein Zeichen für die Alma's oder die Tänzerinnen des Tempels. Wahrſcheinlich hatten dieſe des Aufgebots ſchon geharrt, denn im Nu erſchienen ſie unter den Klängen einer fernen Muſik und führten einen von ihren religiöſen Tän⸗ zen auf.

Als ſie zu Ende waren, trat Kehoda ein jetzt nicht mehr in der einfachen Tracht, die man in Sir Charles Fourreau's Haus an ihr ſah, ſondern in ein Gewand von leichtem Silberſtoff gehüllt, das wie ein Nebel ihre Geſtalt umwallte und das Ebenmaß ihrer ſchönen Formen halb verhüllte. Sie hatte Perlen⸗ ſchnüre um den Hals und Goldſpangen um die Arm⸗ und Fußgelenke.

Auf ein zweites Zeichen des Prieſters entfernten ſich die Tänzerinnen bis auf Kehoda, die mit ver⸗ ſchlungenen Armen in einer Haltung tiefer Ehrfurcht vor ihm ſtehen blieb.

Es iſt gut, ſagte der alte Mann.Du haſt mein Aufgebot wahrgenommen.

Als ich in das Haus der Ferengi trat, begeg⸗ nete der geheiligte Lotus, das Sinnbild der Pflicht, und die Tamariske, das Zeichen der Todesſtrafe für den Ungehorſam, meinem Blicke.

Und wie gefällt Dir der Aufenthalt unter den Chriſten in Calcutta? fragte Nadir.

Wie der Gartenblume die Beitſti in die

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