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hier ſtattfinden ſolle. Ich hoffte meiner Geſellſchaft eine Ueberraſchung bereiten zu können und bin dafür ſelbſt überraſcht worden.“
„Verzeihen Sie mir, ich bin daran unſchuldig,“ verſetzte Lillian.
„Das glaube ich in Ewigkeit nicht,“ verſetzte Za⸗ mora gravitätiſch.„Was brauchen Sie auch ſo zum Verzweifeln ſchön auszuſehen? Da konnte der arme Schelm freilich nicht anders. Und ich darf nicht ein⸗ mal Brautjungfer dabei ſein. Wer mich da ſcheiden e— nur für einen Tag, einen einzigen kurzen
ag!“
„Mr. Chutnee dürfte wohl Einwendung dagegen erheben,“ bemerkte Lady Beli lachend.
„Wohl möglich,“ verſetzte Zamora;„die Männer nehmen ſo gar keine Vernunft an. Nicht Alle, Lillian,“ fügte ſie mit einem ermuthigenden Lächeln bei.„Sir Charles zum Beiſpiel iſt eine Ausnahme.“
„Und Richard auch,“ bemerkte das ſchöne Mäd⸗ chen im holden Tone des Vertrauens.
Als unſere Heldin allein war, verſank ſie in eine von jenen entzückenden Träumereien, in denen das Herz der Jugend ſo gerne ſchwelgt und die zuweilen auch das Alter heimſuchen, das Eis deſſelben zum Thauen bringend. Doch ſelbſt die Feder eines Shake⸗ ſpeare wagte ſich nicht an ihre Schilderung: man könnte eben ſo gut verſuchen, die Farben des Regen⸗ bogens oder die ſtets wechſelnden Tinten der vom Strahl der untergehenden Sonne geküßten federigen Wellenkämme in Worte zu faſſen. Als ſie ihre Au⸗ gen plötzlich erhob, ſah ſie in kurzer Entfernung ihre Dienerin Kehoda mit gekreuzten Armen vor ſich ſtehen.


