Teil eines Werkes 
4. Band (1860)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

53

Der Name Tyrrell iſt nicht der meinige.

Was Sie ſagen!

Es iſt der Name meiner Großmutter von müt⸗ terlicher Seite.

Sein Zuhörer machte eine ſteife Verbeugung.

Ich bin der Enkel eines der reichſten unſerer engliſchen Kaufleute, eines Mannes, der Gewicht hat auf dem commerciellen Markt und deſſen Namen makellos daſteht in den Augen der Welt. Mit ſeiner Zuſtimmung ja ich kann beifügen, auf ſeine Bitte habe ich Indien unter einem andern Namen beſucht.

Und der Beweggrund?

Meinen Vater zu rechtfertigen gegen eine ver⸗ läumderiſche Beſchuldigung, ſeine Ehre zu retten in en Augen meines Großvaters und der Welt.

Mit der natürlichen Beredſamkeit der Wahrheit erzählte nun unſer Held die Geſchichte von der Ver⸗ heirathung ſeiner Mutter, von dem Zorn ihres Va⸗ ters, von der unſeligen Schwäche ihres Gatten, von der Armuth, in die ſie geriethen, und von ſeiner eigenen Verſuchung und ihren Folgen. Zum Schluß übergab er Sir Charles den letzten Brief, den er für ſich erhalten hatte.

ie Erzählung klang romanhaft; da ſie aber urch mehrere Stellen in dem Schreiben des Groß⸗ vaters beſtätigt wurde, ſo nahm Sir Charles keinen Anſtand, ihr Glauben zu ſchenken. Was ſonſt, als hohes Ehrgefühl hätte den Sprecher veranlaſſen können, auf die Enthüllung von Verhältniſſen ein⸗ zugehen, die ſo ſchmerzlich für ſeine Gefühle, ſo de⸗ müthigend für ſeinen Stolz ſein mußten, während er nur zu ſchweigen brauchte, um unbeargwohnt über