Teil eines Werkes 
4. Band (1860)
Entstehung
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Lillian erröthete hoch und wandte ſich ab.

Nach Liebe, fuhr er fort, und ſetzte mit dieſem

ort über die Schranken der Klugheit und der Zurück⸗ haltung weg, die er eben noch für unüberwindlich erklärt hatte.Nein, wenden Sie ſich nicht ab von mir; denn das ganze Glück meiner Zukunft hängt an dieſem Augenblick Ich liebe Sie, Lillian, nicht mit knabenhafter Leidenſchaft, die Ihrer unwürdig wäre, ſondern mit der ausdauernden Innigkeit des

annes. Ich weiß wohl, daß ich Ihre Gegenliebe nicht verdiene; aber ein Wort, ein einziges kleines

ort wird mich derſelben würdiger machen, indem es mir Hoffnung und friſchen Muth für die Erfül⸗ lung der heiligen Aufgabe einflößt, der ich mich unterzogen habe.

Beide waren Kinder der Natur und kehrten ſich nicht an die kalten künſtlichen Formen, welche nur zu oft das herrliche Weſen der Jugend zerſtören. Das Wort, welches einen ſo außerordentlichen Ein⸗ fluß auf Richards künftiges Geſchick üben ſollte, wurde geſprochen, oder vielmehr geflüſtert, denn Lil⸗ lian hauchte es ſo leiſe hin, daß nur das Ohr eines iebhabers den Laut aufzufaſſen vermochte. Im Nu ag er vor ihr auf den Knieen, bedeckte ihre zitternde Hand mit tauſend Küſſen und that ihr Ge⸗ löbniſſe, die, wenn ſie aus treuem Herzen kommen, emſelben ſich ſo unzerſtörlich wie dem Granit ein⸗

ilien, welche die Leidenſchaft in den Sand zeichnet. Oh, Richard, ich habe ſelbſtſüchtig unedel

gegen Sie gehandelt, rief raſch nach einer Pauſe Smith, Ebbe u. Fluth. 1v. 4