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„Sie haben in wenigen Worten den bezeichnen⸗ den Unterſchied der beiden Länder geſchildert,“ ver⸗ ſetzte ſie.„Indien iſt großartig, und Sie ſcheinen von ſeinem herrlichen Himmel, ſeiner Poeſie und ſeinem träumeriſchen Weſen ſo hingeriſſen zu ſein, daß ich wohl auf Ihre Abſicht, hier zu bleiben, ſchließen darf?“
„Vielleicht.“
Lillian ſah ihn fragend an.
„Ich gleiche zur Zeit der Barke ohne Ruder und Kompaß,“ fuhr er fort,„die den Wellen und dem Zufall preisgegeben iſt. Sie werfen mich vielleicht an eine öde Küſte, die dem Herzen keinen ſchirmen⸗ den Zufluchtsort bietet.“
„Warum nicht lieber an eine grünende Inſel,“ 1 entgegnete ſeine Gefährtin,„wo Sie eine glückliche Heimath und ſüße Zufriedenheit finden? Pfui, Ri⸗ n chard, warum zweifeln Sie an der Güte der Vor⸗ z ſehung oder an der Kraft Ihres eigenen hochbegabten 2 Weſens?“ fl
„Es fehlt mir allerdings weder an Kraft noch u an einem Ziele; aber leider ſehe ich von der Auf li gabe, die ich mir geſtellt habe, kein Ende ab, da L mir unüberwindliche Schwierigkeiten in den Weg N treten.“ „Unüberwindliche?“ verſetzte die Waiſe.„Der lö Ausdauer und dem—“ Sie ſtockte; das Wort wollt de nicht über ihre Lippen.
„Reichthum, meinen Sie, müſſe Alles gelingen“ Lil ergänzte Richard.„Ich bin freilich reich; aber das Herz ſtrebt nach anderen Dingen, als nach ſolchen, gel die durch Gold erkauft werden können.“


