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meintlichen Schwäche nachgäbe. Bei ſeinem Zart⸗ gefühl hielt er dies vielleicht ſogar für mehr als wäche— für Unehrenhaftigkeit.
Lillians Herz zu gewinnen! ach, das war nicht mehr nöthig; denn es gehörte ihm bereits.
Wie oft ſehen wir nicht Entſchlüſſe, welche Die⸗ jenigen, die ſie gefaßt haben, für unumſtößlich er⸗ lären und die vor der Vernunft zu vollem Recht beſtehen, einem Wort, einem Blick, namentlich aber einer Thräne nachgeben. Es gehört eine ſtrenge Natur dazu, der letzteren Widerſtand zu leiſten, namentlich wenn ſie aus der Liebe quillt.
Entſchloſſener als je, das Glück eines ſchönen
ädchens nicht an eine Zukunft zu ketten, die noch ſo dunkel und ungewiß erſchien, beſtieg Richard Tyr⸗ rell nach Beendigung ſeiner Comptoirgeſchäfte ſein Pferd, in der Hoffnung, daß die Aufregung eines ſcharfen Spazierritts an den gewundenen Ufern des Fluſſes das Fieber ſeines Herzens kühlen werde.
och von der Kühlung war keine Rede; die friſche Luft ſchien es eher zu ſteigern. Ermüdet ließ er endlich den Zügel fallen und ſein Roß ſchlug die gewohnte Richtung ein.
„Ich kann an dem Gat umkehren,“ dachte der Reiter.
Er kehrte nicht um, ſondern meinte, er könne die nächſte Wendung benützen, die ſeiner Wohnung zu führte. Wie es indeß kommen mochte— unſere jungen Leſer wiſſen vielleicht darüber Auskunft zu geben— auch dieſes Vornehmen hatte das Schick⸗ ſal des erſten, und das ſchäumende Thier machte


