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Ich ſah Ihre Noth, wußte, daß Ihre Mutter und Schweſter hungerte, und bot Ihnen die einzige Hülfe an, die mir zu Gebot ſtand. Jetzt weiß ich es beſſer.“
„Und wer lehrte Dich's?“ fragte ſein Zuhörer.
„Ein Engel.“
Richard lächelte.
„Es muß einer geweſen ſein,“ fuhr Jack fort, „denn ich habe die Gebetesworte, die wir mit ein⸗ ander ſprachen, die einzigen, die ich je hörte, nie vergeſſen. Sie klangen mir noch oft im Ohr, wenn ich unter der Mißhandlung des Capitäns meinem jammervollen Daſein in den Wellen ein Ende machen wollte, und flößten mir Standhaftigkeit ein, daß ich in dem Kampfe nicht erlag.“
„Was waren das für Worte?“
„Führe uns nicht in Verſuchung,“ ver⸗ ſetzte Jack feierlich.„Ich ſprach mir ſie oſt Nachts vor, wenn meine Wachkameraden tranken oder ſich von der Heimath Geſchichten erzählten, die mir das Herz traurig machten; denn ich hatte keine Heimath und Niemand der für mich ſorgte. Das Gebet ver⸗ ſcheuchte mir die böſen Gedanken.“
„Es freut mich, Dich ſo ſprechen zu hören,“ be⸗ mertte ſein Freund ernſt,„denn ich ſehe darin eine Burgſchaft, daß Du Dein früheres Leben bereueſt
und es gut zu machen ſuchen wirſt. Aber fahre fort.
Wir haben keine Unterbrechung zu befürchten.“
Jack begann ſeine Erzählung von der Zeit an, als er Richard im Park verlaſſen hatte, und als er berichtete, wie er auf der Brücke ſeine Mutter gegen
Mr. Kearns Rohheit vertheidigt hatte, drückte ihm
der Sohn mit dankbarer Wärme die Hand.


