Teil eines Werkes 
4. Band (1860)
Entstehung
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von Thränen aus. Unſer Held ſtörte ihn nicht darin, denn er wußte, daß es beſſer war, wenn er die Ge⸗ fühle, welchen ſie entſtrömten, gewähren ließ.

Setz Dich, ſagte er nach einer Pauſe,und erzähle mir ſelbſt, wie es Dir ergangen iſt. Zuvor aber ſage mir nur eines zu meiner Beruhigung haſt Du meinen Namen, den meines Vaters nämlich, genannt?

Nein, Sir, ich ſprach nur von Ihnen als einer Perſon, die ich früher kannte.

Dieſe Verſicherung nahm Richard eine ſchwere Laſt von der Seele. Nachdem er ſich überzeugt hatte, daß ſein Geheimniß bewahrt geblieben war, ſann er nur noch darauf, dem alten Freunde zu dienen.

Warum nennſt Du mich Sir«? fragte er ihn. Jock ſah zuerſt auf den Sprecher und dann auf ſeinen erbärmlichen Anzug.

Dem ſoll bald abgeholfen ſein, rief unſer Held eiter,und was noch mehr iſt, Dein früherer Ty⸗ rann ſoll Dir nichts mehr anhaben können. Der alte atroſe, der mir zuerſt von Dir Nachricht gab, ſagte

mir, Du habeſt Deinen Lehrbrief nicht unterzeichnet.

Nie.

Das iſt ein Glück, obſchon auch im andern Fall ſich Mittel gefunden haben würden, Dich zu befreien. mich nun hören, wie Du Matroſe wurdeſt; oder vielmehr erzähle mir Alles, was Dir zugeſtoßen iſt eit jener verhängnißvollen Neujahrsnacht, als

Ich Sie zur Sünde verführen wollte, fügte der Flüchtling mit dem Erröthen der Scham bei; aber ich meinte es nicht böſe, da ich nie den Unter⸗

ſchied zwiſchen Recht und Unrecht kennen gelernt hatte. 3 3