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Mädchens Lippe muß der zuerſt hören, den es an⸗ geht. Wir wollen dieſe Einladung annehmen,“ fügte ſie bei;„ſie iſt wahrſcheinlich nicht ohne Abſicht an uns ergangen.“
Lillian lächelte matt.
„Ich will auf ſein Benehmen noch mehr als bis⸗ her Acht haben. Verlaß Dich auf mich, er wird mich nicht täuſchen. Und wenn er Dich wirklich liebt, 6 weh⸗ ich das Geheimniß aus ſeinem Herzen heraus⸗
olen.“
„Aber wiſſen Sie gewiß, das er dabei ſein wird?“
„Da ſteht es,“ verſetzte ihre Beſchützerin, auf das Billet deutend.
An demſelben Morgen, an welchem die eben ver⸗ handelte Unterhaltung ſtattfand, fuhr unſer Held mit Sanford nach dem Hooghly hinunter, um ein an die Firma Chutnee und Compagnie conſignirtes Schiff zu beſuchen.
Das Schiff war der Caradoc. Als Richard an Bord kam, hörte er einen Ausruf der Ueberraſchung, welcher ihn bewog, ſich umzuſehen. Der Ruf kam von einer Matroſengruppe her, in welcher er übrigens kein bekanntes Geſicht wahrnahm. Zu gleicher Zeit zeigte ſich auch der Capitän auf dem Deck und lud die Ankömmlinge mit gut geſpielter Herzlichkeit ein, ihm in die Cajüte zu folgen.
Wir brauchen kaum zu ſagen, daß der erwähnte Ruf von dem armen Jad ausgegangen war, der im Augenblick ſeinen alten Spielgefährten wieder erkannte. Kein Wunder, daß es Richard mit Jack nicht ebenſo erging, denn Mißhandlung und Leiden hatten den Letzteren ſelbſt für das Auge einer Mutter unkennt⸗


