Teil eines Werkes 
4. Band (1860)
Entstehung
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die Ehrenrettung des Vaters abzielenden Beweg⸗ gründe kennen, hat dieſer Umſtand nichts Befremd⸗ liches. Mr. Sanford machte ſich anfangs auch wie die Andern Gedanken darüber, gab es aber bald unter dem Eindruck auf, der Knabe, wie er ihn bei der erſten Bekanntſchaft verächtlich zu nennen be⸗ liebte, habe nun einmal eine Vorliebe für das Ge⸗ ſchäft, und da der Volontair eine ſehr ſchöne Hand ſchrieb, ſo wurde ihm allmälig ein großer Theil der Correſpondenz überlaſſen.

Für einen ſo jungen Mann benahm ſich unſer Held mit nicht gewöhnlicher Klugheit; er drückte nie den Wunſch aus, in irgend einem beſonderen Ge⸗ ſchäftszweig verwendet zu werden. Briefe, Wechſel, Abrechnungen kurz, was man von ihm verlangte, beſorgte er mit gleicher Aufmerkſamkeit.

Er hatte öfters den Hauptbuchhalter die Farbe wechſeln und nur mit Mühe ſeinen Aerger unter⸗ drücken ſehen, wenn ein gewiſſer parſiſcher Wechſel⸗ ſenſal, mit Namen Heſen Mendresdi, in dem Bureau erſchien. Wie dringliche Gegenſtände dann auch vor⸗ lagen, Sanford ſchob ſie bei Seite, um dem Mann Gehör zu ſchenken, und dieſe Dienſteifrigkeit wurde zuletzt ſo auffallend, daß eines Tages auch Mr. Chutnee ſie bemerkte.

Haben Sie Privatſpekulationen mit dem alten Spitzbuben Heſen? fragte er.

Sie wiſſen, Sir, daß mir durch meinen Contract verboten iſt, für eigene Rechnung Geſchäfte zu machen.

Dies war buchſtäblich wahr; aber das Haupt der Firma wußte wohl, daß ſich eine ſolche Bedingung umgehen ließ.