Teil eines Werkes 
2. Band (1860)
Entstehung
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Ich dachte es. Dem Gentleman iſt es gewiß recht leid geweſen.

Der ehrliche Fiſcher ſchwieg. Er wollte dem Knaben durch die Kunde, daß ein Verſuch auf ſein Leben gemacht. worden ſei, keinen Schrecken ein⸗ jagen.

Obgleich der muthige Junge ſich gegen beſondere Vorſichtsmaßregeln verwahrte, beſtand doch der er⸗ fahrene Seemann darauf, ihm das Seil nicht nur mit der Schleife, ſondern auch mit ſeiner Halsbinde um den Leib zu befeſtigen, ehe er das Zeichen zum Aufziehen gab.

Die Vorſorge erwies ſich als werthvoll, denn ſo⸗ bald unſer Held in der Luft ſchwebte, begann unter ſeinem leichten Gewicht das Seil wie ein Uhrpendel zu ſchwingen und hätte ſeine Sicherheit nur von der Feſtigkeit ſeiner Fauſt abgehangen, ſo galt es Zehn gegen Eins, daß er zerſchellt worden wäre.

Als er wieder feſten Boden unter ſich hatte, fühlte er ſich ſo verwirrt, daß er einige Zeit weder ſeinen Lehrer noch Mr. Bently erkannte. Der Letz⸗ tere, der vor Aufregung und Schrecken noch leichen⸗ blaß war, konnte die Freude über das glückliche Ent⸗ kommen ſeines Enkels nur in einem ſtummen Dank⸗ gebet ausdrücken.

Mein lieber Junge, rief der ehrwürdige Mr. S Brown,ich wünſche Ihnen von Herzen

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Meine Rettung iſt in der That ein Wunder, verſetzte unſer Held,aber ich fühlte, daß das Seil nachgab, und es gelang mir, noch auf dem Felſen

Fuß zu faſſen.