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„Der Himmel hat ihn vielleicht wunderbar er⸗ halten,“ bemerkte er.„Ich kann meinen Freund nicht verlaſſen; aber einige von euch mögen nach⸗ ſehen, was aus ihm geworden iſt. Ihr ſollt gut belohnt werden.“
Von der Hoffnung auf Gewinn geſpornt, krochen die Männer, welche die Möglichkeit eines Entkom⸗ mens nach einem ſolchen Sturz wohl zugaben, aber doch an der Wahrſcheinlichkeit zweifelten, an den Rand des Felſen und einer von ihnen bemerkte, wie Richard Markham auf dem Vorſprung ſaß, dem er ſeine Rettung verdankte.
Ihr erſtes Geſchäft war, das Seil wieder auf⸗ zuwinden, das glücklicher Weiſe noch lang genug war, um an die Stelle zu reichen, wo unſer Held ſaß. Nachdem man ſich hievon überzeugt hatte, machte einer der Fiſcher eine Schleife an das Ende und ſeine Kameraden ließen ihn hinab.
Es war für Alle ein Augenblick der furchtbarſten Spannung, denn man konnte nicht wiſſen, ob der⸗ jenige, welcher die Rettung verſuchte, ſich nahe ge⸗ nug an den Vorſprung hinſchwingen konnte und ſelbſt wenn dies anging, fragte ſich's noch, ob, wenn der Knabe das Seil zu haſchen verſuchte, die ſchwin⸗ gende Bewegung deſſelben nicht beide abſtreifte.
Ein Jubelruf verkündete, daß der erſte Theil des Verſuchs gelungen war. Der Mann hatte Fuß auf dem Felſen gefaßt.
„Was iſt geſchehen?“ fragte Richard Markham; denn er dachte nicht entfernt daran, daß man das Seil abſichtlich könnte durchſchnitten haben.
„Ein Unglücksfall, Sir.“


