„Nachgab?“ ſtöhnte ſein Großvater.„Es wurde zerſchnitten.“
„Zerſchnitten?“ wiederholte Richard erſtaunt. „Wer konnte eine ſo grauſame Handlung begehen? Ich habe doch, ſo viel ich weiß, nid einem menſch⸗ lichen Weſen ein Leid gethan.“
Mr. Bently's Entſchluß, das zwiſchen ihnen be⸗ ſtebende Band zu verheimlichen, hielt nicht mehr Stand Angeſichts der Gefahr, welcher der Knabe eben entronnen war. Er drückte ihn an ſeine Bruſt, erkannte ihn als ſeinen Enkel an und gelobte, fortan ihn mit einem Schutze zu umgeben, an dem alle Schurkerei zu Schanden werden müſſe.
„Mein Großvater!“ rief der noch immer ver⸗ wirrte Knabe, dem alten Mann in das aufgeregte Geſicht blickend.„Ah, dies erklärt Alles!“
Eh' ſie nach Mr. Browns Wohnung zurückkehrten, verſammelte der Kaufmann die Fiſcher um ſich und theilte den Inhalt ſeiner Börſe unter ſie aus. Alle erhielten eine freigebige Belohnung, nur der Mann nicht, der ſich zu unſerem Helden in die Tiefe hin⸗ untergelaſſen hatte. Dieſem wurde nicht eine einzige Guinee zu Theil.
„Wie iſt Euer Name?“ fragte ihn der Kauf⸗ mann.
„Jakob Tawgelle, Sir,“ verſetzte der ehrliche Burſche in einem Tone, der eher Ueberraſchung als getäuſchte Erwartung ausdrückte.
„Kommt morgen in die Wohnung dieſes Gentle⸗ man,“ ſagte Mr. Bently,„und Ihr ſollt keinen Grund haben, über meine Freigebigkeit zu klagen.
6


