Teil eines Werkes 
2. Band (1860)
Entstehung
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ſeines bisherigen Gönners, der die ſchmutzige Arbeit ſelbſt übernehmen wolle, während ihm doch ein ſo geeignetes Werkzeug zu Gebote ſtand.

Der Streich, über welchem Carus brütete, ſollte einen doppelten Zweck erreichen. Zunächſt war ſeine Abſicht, ein Weſen, das ihm bei ſeinen Planen auf das Vermögen ſeines reichen Verwandten ein gefähr⸗ licher Nebenbuhler zu werden drohte, aus dem Weg zu räumen; dann aber traf er damit auch das Herz des gehaßten Weibes, das mit inniger Liebe an dem verlorenen Knaben hing, am tiefſten. Es iſt zweifel⸗ haft, ob dieſe Beweggründe in ihrer Geſondertheit kräftig genug geweſen wären, um ihn zu Begehung eines ſolchen Verbrechens zu verleiten; vereint aber wirkten ſie unwiderſtehlich und ließen ihn alle Rück⸗ ſicht auf die Gefahr vergeſſen.

Am nämlichen Abend fand im königlichen Theater eine Redoute Statt. Die Gelegenheit, ſich eine Verkleidung anzuſchaffen, war zu günſtig, um unge⸗ nützt zu bleiben, und Carus Kearn trat um Mitter⸗ nacht in einen der zahlreichen Läden von Haymarket, in denen Maskencoſtüme vermiethet oder verkauft werden. Er kaufte ſich daſelbſt einen künſtlichen Schnurrbart und eine militäriſche Halbuniform.

Darin wird mich Niemand erkennen, dachte er.

Während er ſeinen Einkauf machte, ſtand ein Kerl im Ueberrock, der den Hut in's Geſicht herein⸗ gedrückt hatte, vor dem Ladenfenſter und beobachtete mit geſpannter Aufmerkſamkeit jede ſeiner Bewegun⸗ gen. Dies war ſein Agent Styles, der ihm von dem Laden nach dem Theater nachſchlich.

Carus Kearn will dies noch zu etwas Anderem