„Ich muß wohl, wenn ſich's nicht vermeiden läßt.“ „Aber es läßt ſich vermeiden,“ bemerkte der An⸗ dere, ſeine Stimme zu einem Flüſtern dämpfend, „und ich bin ſo entrüſtet über die ganze Geſchichte, daß ich, wenn ich nur überzeugt wäre, daß Sie es ehrlich gegen mich meinen, wohl ein Mittel finden wollte, Ihren Onkel zu hindern, daß er Sie zum Narren hält.“
„Durch Gewalt?“ verſetzte Carus und fügte nach einer Pauſe bei:„Von Gewalt kann nicht die Rede ſein, wenigſtens nicht mit meiner Zuſtimmung. Ich würde vielleicht keinen Anſtand nehmen, einen ſchlauen Streich auszuführen— aber ein Verbre⸗ chen begehen? Nimmermehr. Ich muß eben auf einen günſtigen Zufall hoffen und vorderhand der Sache ihren Lauf laſſen.“
„Das heißt ſo viel, als ich verſuch' es ſelber,“ dachte Styles und faßte gleichfalls ſeinen Entſchluß, deſſen Ergebniß die Folge zeigen wird.
Carus belohnte ihn für ſeinen Beſuch in Jerſey und ertheilte ihm, eh' er ihn entließ, den gemeſſenen Auftrag, während des folgenden Monats ein wach⸗ ſames Auge auf das Treiben der neuen Firma Thornton und Markham zu haben und ihn alle Tage brieflich darüber in Kenntniß zu ſetzen.
„Er will mich aus dem Weg haben,“ folgerte daraus der in ſeinen Erwartungen getäuſchte Schurke, ließ ſich aber ſeine Unzufriedenheit weder in Mienen noch in Worten anmerken.
Styles entfernte ſich mit der Ueberzeugung, daß er ein mißhandelter Mann ſei. Er ärgerte ſich über den Mangel an Vertrauen und über die Gemeinheit


