Teil eines Werkes 
2. Band (1860)
Entstehung
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Oh, Sir, rief unſer Held, indem er ihn bei der Hand nahm,vergeben Sie mir, daß ich Ihr edles Benehmen ungerecht beargwohnte. Wie ſchwer habe ich Ihnen Unrecht gethan!

Hören Sie mich vollends an und ich bin fertig, entgegnete Mr. Bently.Von dieſem Augenblick an ſteht es Ihnen frei, ſelbſt eine Entſcheidung zu faſſen und, wenn Sie wollen, zu Ihren Eltern zu⸗ rückzukehren. Aber zuerſt faſſen Sie die wahrſchein⸗ lichen Folgen in's Auge. Sie wiſſen ſelbſt, wie oft

Ihr Vater ſein Beſſerungsverſprechen gebrochen hat.

Soll er wieder in den herabwürdigenden Zuſtand zurückfallen, aus welchem allein Kummer und Ge⸗ wiſſensbiſſe ihn zu ziehen vermochten? Oder wollen Sie noch ein Jahr oder zwei in der Stellung aus⸗ harren, in die ich Sie verſetzte, damit ſeine guten Entſchlüſſe feſte Wurzel faſſen, die Gewöhnung an Mäßigteit und Tugend ſich befeſtige, und er ſtatt der Schenke und ſchlimmer Geſellſchaft an einem achtbaren Hausweſen Gefallen finde? Ich laſſe Ihnen die Wahl.

Richard Markhams erſter Gedanke war, ſich für die Rückkehr zu ſeiner Mutter zu entſcheiden. Welche Ausſichten, ſelbſt die verlockendſten, konnten ihren Kuß, ihren lächelnden Willkommsgruß und das Mutterglück aufwiegen, wenn ihre Arme ihn um⸗ ſchlangen und ihre Thränen auf ſeine Wangen nie⸗ derthauten? Hätte er ſogleich geantwortet, ſo wäre ſeine Wahl in dieſer Richtung ausgefallen; aber das durchdringende graue Auge ſeines Wohlthäters haf⸗ tete warnend auf ihm. Seine Gedanken kehrten zu dem unvergeßlichen Häuschen in der Belvedereſtraße