wiederholt verſchluckten Gläſer Branntwein machten ihn nicht nur halb toll, ſondern gaben ihm auch eine Kraft, die er gewöhnlich nicht beſaß. Allerdings war dieſe nur vorübergehend, machte ihn aber doch, ſo lang ſie andauerte, zu einem furchtbaren Feind. Zweimal ſchlug er den tapfern Knaben zu Boden, und beim dritten Anlauf ſchleuderte er ſeinen von den Schlägen bereits betäubten und ſchwindlich ge⸗ wordenen Gegner in eine Stubenecke, wo dieſer eine Weile ſprachlos liegen blieb.
„Ich will Dich lehren, mit mir Streit anzufan⸗ gen, Du junger Halunke,“ ſchrie Mike, ſchäumend vor Wuth, als er den Gefallenen zwiſchen ſeinen Füßen hatte.„Biſt Du jetzt zufrieden?“
„Schlagt Lilly nicht,“ murmelte Jack,„und ich will Euch ſagen, wo Onkel Andrew lebt.“
Der Strolch hielt inne. Er war durch die Worte wieder halb nüchtern geworden; denn es fiel ihm nicht entfernt ein, daß ſein Nefſe je den Namen ſei⸗ nes Bruders gehört haben könne.
„Welcher Onkel Andrew?“ fragte er.
„Andrew Silex, der es mit Euch ausmachte, daß die Lady das Kind bringen ſolle.“
„Und Du lügſt mich nicht an?“
„Ihr wißt, daß ich dies nicht thue,“ verſetzte der Knabe.
„So ſteh' auf,“ murmelte er, ſein Seil auf den Tiſch werfend.
Jack erhob ſich auf die Beine.
„Nun, heraus damit!“
„Nicht eher, als bis Ihr Lilly losgebunden habt.“
„So thu' es ſelber.“ 3.


