Teil eines Werkes 
1. Band (1860)
Entstehung
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nicht den mindeſten Eindruck auf Mike, der jetzt ganz andere Sachen zu denken hatte. Die Abſchiedsworte ſeines Beſuchs klangen noch in ſeinen Ohren.

Fünfhundert Pfund für den Fall, daß ſein Pflegling mit Tod abging! Während ſeiner ganzen verbrecheriſchen Laufbahn hatte er nie über eine ſolche Summe geboten; ſie ſchien ihm unerſchöpflich zu ſein, und doch hätte er mit ein wenig Anſtrengung und Eyrlichkeit leicht ſich ſo viel erwerben können.

Fünfhundert Pfund! Nach ſeiner Schätzung des Geldes war dies gleichbedeutend mit Unabhängigkeit, mit eigentlichem Reichthum.

Warum rückte ſie nicht mit der Farbe heraus? murmelte er.Sonſt können doch Weiber über das, was ſie wünſchen, nicht genug plappern. Richt daß ich Gefahr dabei liefe nein, nein; dafür ſtehen mir die Augen zu weit offen. Aber es iſt ein mäch⸗ tiges Geld, fügte er nachſinnend bei. Dann ge⸗ dachte er der Drohung ſeines Bruders, daß es ihn das Leben koſten werde, wenn er dem Kind ein Haar krümme.

Sie wird für ihn eines Tags ihr Gewicht in Gold werth ſein, ſagte er, ſeine Worte wiederho⸗ lend.Ich bin begierig, was dabei für mich her⸗ ausſpringen wird.

Die Antwort blieb noch immer dieſelbe fünf⸗ hundert Pfund. Es ſchien eine Art Zauber in der Summe zu liegen. Mike hatte ſchon von gleich⸗ großen, ja noch größeren Beträgen gehört, aber noch eSmith, Ebbe u. Fluth. I. 16